Sibirienfest

Der Name erklärt sich wahrscheinlich von selbst. Im Winter wird eine der kältesten Nächte dazu genutzt unseren Dreschwong wieder zum Leben zu erwecken. Was natürlich nicht fehlen darf sind dabei ein heißer Glühwein, ein schönes Lagerfeuer und eine ordentliche Gulaschsuppe. Und falls das Wetter doch nicht mitspielt - also wenn’s zu warm ist - wird aus dem Sibirienfest einfach die „Last Minute Sibirien Party“ und so wie im Jahr 2007 erst Mitte Mai gefeiert.
Lumpenball

Die Vorfreude ist groß, wenn sich die Landjugendmitglieder für den Lumpenball in Roßbach verkleiden. Dieser Faschingsball gehört eindeutig zu den Highlights der Faschingszeit und ist bei allen Mitgliedern sehr beliebt. Man trifft sich baldmöglichst, um mit der perfekten Verkleidung aufzutreten. Jede Landjugend des Umkreises, also Wiesbach, Hörbering, Elsenbach, Teising-Feichten, Niederbergkirchen, Niedertaufkirchen und viele mehr wählen dabei ihr eigenes Motto. So sind die einzelnen Gruppen z.B. als Schlümpfe, Bienen oder Cowboys und Indianer verkleidet. Je flippiger und origineller, desto größer die Gunst der Jury für die Maskenprämierung. Die Landjugendgruppen machen sich hierbei gegenseitig Konkurrenz, schließlich will jeder zu den Schönsten und Besten gehören und die vordersten Plätze erreichen. Ausgerichtet wird die Veranstaltung abwechselnd von der Hörberinger oder der Elsenbacher Landjugend, die mit lustigen Einlagen für reichlich Stimmung sorgen. Kein Wunder, dass hier wie der Teufel getanzt und gesungen wird.


Fasching




Auch die fünfte Jahreszeit zieht nicht so ohne Weiteres an uns vorbei. Seit einigen Jahren sind wir bei allen Faschingsumzügen in der näheren Umgebung vertreten. In den ersten Jahren bauten wir immer eine mehr oder weniger stabile Konstruktion. Seit 2006 sind wir mit einem perfekt ausgestatteten Wagen mit eingebauter Bar, Musikanlage, Heizung und Stromversorgung ausgerüstet. Ein „normaler“ Faschingstag

beginnt mit einem Weißwurstfrühstück. Hier kann sich jeder für den anstrengenden Tag stärken. Dann wird in Richtung Umzug gefahren. Da dieser aber nicht sofort beginnt, hat man noch einige Zeit, um sich die anderen Wägen anzuschauen. Die Devise der letzten Jahre lautete immer größer und immer lauter. Nach den Umzügen sind meistens noch weitere Partys vor Ort. Aber auch die Wiesbacher versuchen, den Wagen in der Nähe des Geschehens zu postieren, um sich noch etwas „Heimvorteil“ zu sichern.

Die Themen der letzten Jahre:
1999: Rot/Grüne Regierung
2000: Frauen bei der Bundeswehr
2001: Boris Becker - Samenraub
2002: Oktoberfest
2003: Frauenknast
2004: Mobiles Krankenhaus
2005: PISA-Studie
2006: Scheichs on Tour
2007: Ewigkeitsbau A 94
2008: Casino Royal
2009: Rock n Roll

In den letzten Jahren waren wir bei den Umzügen in Neumarkt-Sankt Veit, Massing, Gangkofen, Bodenkirchen, Egglkofen, Eggenfelden und Geisenhausen vertreten.

Theater

Das Theater-Spielen ist eine Leidenschaft, die auch die Wiesbacher Landjugend gepackt hat. Es ist schon lange Tradition, Menschen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken zu bringen. Dieser Tradition zu folgen hat sich auch die Landjugend verschrieben. Im Jahre 1968 spielte die Landjugend erstmals ein Theater. Zehn Jahre später folgte die vorerst letzte Aufführung. Doch 1995 fanden sich wieder einige Spieler, die ein Theater einstudieren wollten. Jahrelang spielte man dann in Frauenhaselbach im Gasthaus Hagenberger. Als man sich dann 1999 dazu entschloss, mit den Aufführungen in das Gasthaus Zens nach Hofthambach umzuziehen, musste erst mal eine komplett neue Bühne gebaut werden, da die Bühnenfläche im neuen Saal viel größer und höher war. Unter der Leitung von Hubert Stadler zeigte die Landjugend in den letzten Jahren immer wieder ihre schauspielerischen Qualitäten. Doch auch Bühnentechnisch wird jedes Jahr von den Technikern etwas mehr verlangt. So wurde bei dem Stück „S’Elädrische“ eine Stegleitung durch den ganzen Saal verlegt. Drei verschiedene Bühnenbilder mit vielen Effekten mussten bei „Ein Münchner im Himmel“ gemeistert werden. Jährlich steigende Besucherzahlen bestätigen die gute Arbeit der Laienschauspieler, denn längst ist das Wiesbacher Theater weit über seine Ortsgrenzen hinaus bekannt.



Oarkarran

Ob Männlein oder Weiblein, jeder freut sich auf das alljährliche Oarkarran. Am Ostersonntag und Ostermontag machen sich alle Männer auf den Weg, um so viele Mädels wie möglich, natürlich auch die eigenen, zu besuchen. Bei jeder Station bekommt man einen Schnaps und vielleicht sogar ein rotes Ei. Einige erstellen eine sogenannte „BSE-Liste“. Also, wie viel Bier, Schnaps und Eier sie geschafft haben. Seit einigen Jahren bringen wir als Geschenk einen Flyer mit einem kleinen Gedicht und ein paar aussagekräftigen Fotos der letzten Jahre mit. Dazu gibt’s noch etwas Schokolade, damit die Mädels auch noch länger was davon haben.

Pfingstrosensammeln

Man soll ja das bayerische Brauchtum nicht verkommen lassen. Deshalb pflegen wir neben dem Oarkarran auch das traditionelle Pfingstrosensammeln. Hier sind aber die Mädels an der Reihe. Sie fahren von Station zu Station zu den feschen Burschen. Für den Besuch erhalten die Mädels Pfingstrosen und ab und zu ein Bussi und einen Schnaps. Manchmal geht es den Damen richtig gut und sie werden mit allerlei Getränken, Süßigkeiten oder einer Brotzeit verwöhnt. Die Mädels kommen weit rum, so zieht es sie zum Beispiel von Geisenhausen, Nonnberg, Feichten, Harpolden, Schönberg, Egglkofen, Aich, Niedertaufkirchen, Pleiskirchen bis hin nach Staudach und natürlich nicht zu vergessen zu unseren Wiesbacher Burschen. Es ist immer eine recht lustige Angelegenheit, aber wir sind auch immer wieder froh, wenn die Sache heil überstanden ist.


Ausflug

Schon seit 50 Jahren macht die Wiesbacher Landjugend jedes Jahr einen gemeinsamen Ausflug und steuert dabei Ziele in Deutschland, Österreich, Italien und Tschechien an. Die jeweiligen Ziele und auch einige Bilder findet man einige Seiten vorher. Seit zwei Jahren können alle Mitglieder auf der Homepage Vorschläge zu möglichen Zielen eintragen, über die dann in der Jahreshauptversammlung abgestimmt werden. Jedes Jahr passieren während unserem Ausflug besondere Highlights, an die sich jeder noch Jahre lang erinnern kann und nicht zuletzt im Nikolausgedicht während der Weihnachtsfeier ihren Platz finden. Dieses Jahr fahren wir drei Tage lang mit einem vollbesetzten Bus nach München.

Wein- und Dorffest

Das zweite August-Wochenende steht ganz im Zeichen unseres Wein- und Dorffestes. Mit viel Fleiß organisiert die Landjugend jedes Jahr ein Fest für Jung und Alt aus Wiesbach und Umgebung auf dem Dollinger-Hof. Am Freitag findet das Weinfest statt. Dabei werden neben zahlreichen Weinen auch selbstgemachte Pizzas aus dem Steinofen und andere Spezialitäten angeboten und eine Liveband sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Für diejenigen, die am Wein nicht so den großen Gefallen finden, gibt es auch eine Weißbier- und Schnapsbar. Zu später Stunde muss die Liveband kurz für eine Verlosung pausieren, denn für jede Flasche Wein bekommt man ein Los und kann viele Preise und Gutscheine gewinnen. Sobald sich in den frühen Morgenstunden die letzten Gäste auf den Heimweg begeben haben, beginnen sofort die Vorbereitungen für das Dorffest am Sonntag. Am Vormittag wird ein Jugendgottesdienst in der Wiesbacher Kirche abgehalten. Im Anschluss daran findet sich die Kirchengemeinschaft bei uns zum Mittagessen ein. Es werden die besten Schmankerl vom Grill und aus der Pfanne zu einer süffigen Maß Radler oder Bier angeboten. Für die ganz junge Generation ist meistens eine Hüpfburg aufgebaut. Am Nachmittag gibt es dann unsere Bildersuchwanderung, die sich großer Beliebtheit erfreut und deshalb in den letzten Jahren auch jeweils mehr als 30 Mannschaften starteten. Dabei müssen bei einer Wanderung Gegenstände oder Landschaften auf Bildern in der richtigen Reihenfolge gefunden werden. Außerdem sind einige Stationen mit lustigen Spielen zu absolvieren, bei denen nicht nur knifflige Spiele mit viel Geschick gemeistert werden müssen, sondern auch das Köpfchen gefordert wird. Am Abend füllt sich erneut die Dollinger-Halle zum Dorffest-Abend, natürlich auch wieder mit einer Liveband. Nach gemütlichem Essen werden an die Sieger der Bilder-suchwanderung Preise überreicht.





Klopfasinga

Jedes Jahr macht sich die Landjugend einige Wochen vor Weihnachten mit Mantel, Hut und Ketten auf, um als Kletzenklopfer in den Abendstunden um die Häuser zu ziehen. Bei diesem alten Brauch wird in Begleitung eines Akkordeons ein Lied gesungen, wobei meistens alle Stimmlagen vorhanden sind. Dabei wünscht man den Hausherren ein schönes Weihnachtsfest und bittet um „Kletzen“. Im Anschluss wird mit einem kurzen Gedicht das bevorstehende Fest angekündigt und um eine kleine Spende gebeten. Natürlich sagen die Sänger nicht nein, wenn sie in der kalten Winterzeit einen kleinen Schnaps zum Aufwärmen oder etwas Süßes zur Wegzehrung bekommen. Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet. Seit 1992 haben wir über 12.000 Euro gesammelt und in den letzten Jahren entweder an rumänische Waisenkinder oder an Manfred Moser (Förderverein für Wachkomapatienten aus Gangkofen e. V.) gespendet. Nochmals danke an alle Spender!

Silvester

vor dem Jahreswechsel stellt sich jedes Jahr die Frage: „Was mach ma denn heuer an Silvester?“. Die Entscheidung ist nicht immer leicht. Im Normalfall wird als erstes zum Essen in eines der naheliegenden Wirtshäusern gegangen. Bis 12 Uhr wird dann aber versucht auf ein Fest bei uns in der Nähe zu kommen, bei dem sich alle Bekannten der umliegenden Ortschaften treffen, um dann mit Feuerwerkskörpern und Sekt gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Im Jahr 2003, 2006 und 2007 hatten wir hier in Wiesbach selbst eine große Silvesterparty mit vielen Besuchern veranstaltet.